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Katholische Kirchgemeinde
Pfarrei Bad Gögging
An der Abens 4
93333 Bad Gögging

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Geschichtliches über....


Bad Gögging

Bei Ausgrabungen unter der und um die alte Kirche konnte eine vorromanische Kirche nachgewiesen werden (7./.8. Jahrhundert). Die gefundenen metallenen Votivkreuze aus ca. der Mitte des 7. Jahrhunderts (ausgestellt im "Thermenmuseum", zu dem die alte Kirche derzeit umgewidmet ist) weisen auf ein bereits lebendiges und etabliertes Christentum an diesem Ort zu dieser frühen Zeit hin.

Im Jahr 1128 wird die ecclesia Gekingen bei Güterschenkungen an das Kloster Weltenburg urkundlich genannt. 1133 bestätigt Papst Innozenz II. und 1177 Papst Alexander III. die Pfarrei. Ein Heinricus erscheint 1220 als decanus de Gegkingen. 1380 wurde die Pfarrei Abensberg mit Sandharlanden, Schwaighausen und Aunkofen von Gögging abgetrennt. Das Besetzungsrecht hatte bis 1559 der Bischof, dann bis zur Verlegung des Pfarrsitzes 1653 nach Neustadt (an der Donau) wechselweise Bischof und Landesherr.

In Heiligenstadt stiftete 1442 Johannes von Abensberg ein Meßbenefizium, das im 17. Jahrhundert der Pfarrpfründe Neustadt beigelegt worden ist. Mauern, das seit 1366 ebenfalls ein Benefizium besaß, kam im 18. Jahrhundert zu Neustadt. Die 1273 gegründete Stadt Neustadt war bis 1653 Filiale der Pfarrei Gögging. 1349 stifteten die Bürger in Neustadt ein Frühmeßbenefizium an die 1350 erbaute Capella St. Nicolai in Neunstat. 1653 wurde der Pfarrsitz nach Neustadt verlegt. Gögging wurde Filiale und seit 1700 Expositur. Am 1.12.1946 wurde Bad Gögging zur Pfarrkuratie und 1.5.1989 zur Pfarrei erhoben.

Die unmittelbar neben der romanischen alten Kirche neu erbaute heutige Pfarrkirche St. Andreas (feierliche Grundsteinlegung: 21. Juni 1959) wurde noch zu Lebzeiten von Erzbischof Michael Buchberger (verst. am 10. Juni 1961) von Domkapitular Küffner, Regensburg, zum Josefstag, 19. März 1961, benediziert. Die feierliche Weihe der Kirche mit der Konsekration des Altars erfolgte durch den Nachfolger Buchbergers als Bischof von Regensburg, Bischof Dr. Rudolf Graber, nach Beendigung des 2. Vatikanischen Konzils (11. Okt. 1961 - 8. Dez. 1965) am 17. Juni 1966.

Bei der Herabstufung 1653 der Ur-Pfarrei Gögging St. Andreas zur Filiale der Pfarrei Neustadt St. Laurentius wurde offenbar der romanische Ur-Taufstein entfernt, welcher - geborsten und vergraben - beim Bau der neuen Andreaskirche wiedergefunden und wieder zusammengefügt nun wieder dieser Bestimmung dient.

Zur Pfarrei Bad Gögging gehören die Filialkirchen Oberulrain und Niederulrain sowie die Nebenkirchen in Heiligenstadt und Sittling. Darüber hinaus als weitere Nebenkirche die Kurkirche "Christus unser Heil" im heutigen Kurzentrum.

Die historischen Hinweise sind entnommen unter anderem vor allem aus:

- Bischöfliches Ordinariat Regensburg [Herausgeber], Matrikel des Bistums Regensburg, Regensburg 1997 (bes. Seite 65).

- Metzger, Anton, 350 Jahre Pfarrei St. Laurentius Neustadt a. d. Donau, Neustadt/Do. 2003.


... Eining

1002 schenkte Kaiser Heinrich II. die villa Ouueningen mit allem Zubehör dem Stift der Alten Kapelle in Regensburg. Als Eigenkirche des Stifts wird Ouningen 1161 bezeichnet. Bis 1420 war ein Conrad Pfarrer in Eining. Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts galt Eining als dem Stift inkorporiert. Das Besetzungsrecht übte bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Alte Kapelle aus, letztmals 1917. Seither hat der Bischof das freie Verleihungsrcht. Als Kirchenpatron wird 1508 und 1526 der hl. Nikolaus, 1559 und 1590 der hl. Martin genannt, daneben erscheint in den Präsentationsurkunden seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts der hl. Sebastian als Kirchenpatron. Im 17. Jahrhundert wurde Eining wiederholt durch die Pfarrer von Hienheim versehen. Seit 1991 wird Eining durch den Pfarrer von Bad Gögging mit betreut. Im Zuge der diözesanen Strukturreform ("Pastorale Planung 2000") wurden die Pfarreien Bad Gögging und Eining zu einer so genannten "Seelsorgeeinheit" zusammengelegt, die nun als "Pfarreiengemeinschaft" bezeichnet wird.

(entnommen vor allem aus: Bischöfliches Ordinariat Regensburg (Herausgeber), Matrikel des Bistums Regensburg, Regensburg 1997, Seite 140-141)

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